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OpenStreetMap, business interests and capitalism
OpenStreetMap, business interests and capitalism

OpenStreetMap, Geschäftsinteressen und Kapitalismus

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Deutsche Version auf Grundlage einer automatischen Übersetzung mit deepl.

Ein weiteres interessantes Diskussionsthema der letzten Zeit in der OSM-Community war der Einfluss von Unternehmen auf das Projekt.

Die Sorge um den Einfluss von Unternehmen auf OpenStreetMap ist schon recht alt. Vor einiger Zeit gab es erhebliche Bedenken hinsichtlich einer direkten Übernahme der OpenStreetMap Foundation durch große US-amerikanische Technologiekonzerne. Ich hatte mich dazu bereits in der Vergangenheit geäußert.

Mir ist jedoch klar geworden, dass der Fokus dieser Diskussion etwas einseitig war und sich hauptsächlich auf den Einfluss einzelner Geschäftsinteressen konzentrierte. Ich möchte dies anhand von zwei Zitaten aus der aktuellen Diskussion veranschaulichen.

adreamy schreibt:

I don’t believe OSM’s identity has ever been about being anti-business or anti-capitalist. Rather, I believed it was about remaining independent of any single commercial interest, and about building a project where individuals could participate on equal footing in a genuinely open community.

Simon Poole schreibt:

It used to be that a majority of board members worked in companies in the geo data business, it used to be that major tagging schemes were supported and proposed by corporate entities, it used to be that people were employed to do marketing for OSM by outside companies, it used to be that major bits of “core” OSM software was written and maintained by employees of companies interested in OSM.

The last has been replaced by the OSMF employing staff and naturally this could give donors some leverage, particularly if the donations are earmarked, but it is less influence than if they were employees of third parties that could move them to different projects at a drop of the hat.

Ich stimme adreamy in Bezug auf den ersten Teil zu, würde aber die von ihm dargestellte Dualität hinterfragen – dass geschäftliche Interessen kollektiv kein Thema sind, während die Dominanz großer einzelner geschäftlicher Interessen sehr wohl eines ist.

OpenStreetMap begann als nicht-kapitalistisches Unterfangen in einer kapitalistischen Welt. Das bedeutet nicht, dass es antikapitalistisch ist, sondern dass es sich außerhalb des Bereichs positioniert hat, mit dem sich Kapitalismus und Antikapitalismus beschäftigen. Man kann es damit vergleichen, wie Menschen ihr Familienleben gestalten – was für die meisten ebenfalls außerhalb der Welt des Kapitalismus liegt. Mit dem Wachstum von OpenStreetMap wächst auch der Druck, sich in die kapitalistische Logik der Gesellschaft zu integrieren. Dies führt zu Konflikten, bei denen die in OSM traditionell starken sozialen Mechanismen, die auf der intrinsischen Motivation der Mitwirkenden beruhen, mit wirtschaftlichen Mechanismen und der extrinsischen Motivation durch Geld kollidieren. Im Bereich der Kartierung ist dies bislang noch ein begrenztes Problem, doch in anderen Bereichen (organisatorische, technische und kreative Arbeit) beobachten wir einen langfristigen Trend, bei dem intrinsisch motivierte ehrenamtliche Arbeit durch extrinsisch motivierte bezahlte Arbeit ersetzt wird.

Simon Poole hat treffend beschrieben, dass der direkte Einfluss von Wirtschaftsinteressen auf OpenStreetMap in der Vergangenheit stärker war. Dieser war jedoch weitgehend von der intrinsisch motivierten Freiwilligengemeinschaft getrennt. Genau das führte dazu, dass dieser Einfluss weithin als Bedrohung wahrgenommen wurde.

Simon deutet jedoch auch an, dass zwar die direkten, konfrontativen Versuche einzelner Wirtschaftsinteressen, das Projekt zu beeinflussen, zurückgegangen sind, der Kapitalismus jedoch zunehmend in den Kern der von innerer Motivation getriebenen Freiwilligengemeinschaft vordringt. Dagegen gibt es kaum aktiven Widerstand, da OpenStreetMap – wie bereits erwähnt – nicht antikapitalistisch ist. Doch diese Entwicklung verändert OpenStreetMap auf einer sehr grundlegenden Ebene. Über einige der Mechanismen, die dabei eine Rolle spielen, habe ich bereits in der Vergangenheit geschrieben.

Die eigentliche Frage – und ich werde hier nicht im Detail darauf eingehen, sondern lediglich auf das Problem hinweisen – ist, ob OpenStreetMap langfristig als kapitalistisches Projekt tragfähig ist (das heißt, wenn es nicht nur in einer kapitalistischen Welt existiert, sondern sich den Kapitalismus zu eigen macht, um soziale Interaktionen innerhalb des Projekts zu regulieren) und ob sich ein OpenStreetMap nach diesen Grundsätzen überhaupt von anderen Crowdsourcing-Projekten zur Datenerhebung unterscheiden würde?

Auf einen wichtigen Aspekt dieses Problems habe ich bereits angespielt, als ich die Diversitätserklärung der OSMF kritisch kommentierte und darauf hinwies, dass sie die dem Kapitalismus innewohnende Diskriminierung aktiv ignoriert.

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